Für Organisationen
Künstliche Mitarbeiter und KI-Agenten
Ein Agent, der dauerhaft mit Menschen arbeitet, ist mehr als eine Funktion. Er hat eine Rolle im Team, eine Sprache und ein Verhalten — und davon hängt ab, ob er angenommen wird.
Ausgangslage
Wo es in der Praxis hakt
Ein Agent kann technisch einwandfrei arbeiten und im Team trotzdem nicht ankommen. Menschen umgehen ihn, prüfen alles doppelt nach oder übergeben ihm nur das, was ohnehin niemand machen will. Meist liegt das an Fragen, die bei der Einführung niemand gestellt hat: Wofür ist er eigentlich zuständig? Woran erkenne ich, dass er sich nicht sicher ist? Wann gibt er ab, und an wen?
Solange diese Fragen offen bleiben, entscheidet jeder Beschäftigte sie für sich — und zwar unterschiedlich. Genau daraus entstehen die Reibungen, die später als Akzeptanzproblem beschrieben werden.
Leistung
Was ich gestalte
Rolle und Stellung im Team
Wofür der Agent zuständig ist und wofür ausdrücklich nicht. Wem er zuarbeitet, wer ihn beauftragt, welche Entscheidungen bei Menschen bleiben. Das ist die Grundlage für alles Weitere und die Frage, die in Einführungsprojekten am häufigsten übersprungen wird.
Charakter und Sprache
Wie der Agent spricht, wie viel er erklärt, wie förmlich er auftritt. Ein Ton, der zu einer Anwaltskanzlei passt, wirkt in einer Werkstatt aufgesetzt. Die Sprache entscheidet mit darüber, ob Menschen ihn als Gegenüber annehmen oder als Formular erleben.
Verhalten in schwierigen Situationen
Wie er mit Fehlern und Unsicherheit umgeht, wann er von sich aus aktiv wird und wann er sich zurückhält, wie er eine Aufgabe an einen Menschen zurückgibt. Ein Agent, der seine Grenzen zeigt, wird verlässlicher eingeschätzt als einer, der immer eine Antwort hat.
Onboarding ins bestehende Team
Wie der Agent eingeführt wird und wie die Menschen ihn kennenlernen. Was am ersten Tag erklärt wird, wer Ansprechpartner für Rückfragen ist und wie Erfahrungen aus den ersten Wochen zurückfließen.
Davor
Kultur-Assessment
Bevor die Auswahl ansteht, sehe ich mir an, wie in Ihrem Haus tatsächlich gearbeitet wird: wie entschieden wird, wie über Fehler gesprochen wird, wie viel Eigenständigkeit üblich ist. Daraus ergibt sich, welche Aufgaben sich für einen Agenten eignen und welches Verhalten im Alltag trägt.
Dieselbe Erhebung hilft bei der Frage, welche KI-Systeme und Agenten überhaupt zu Ihrem Haus passen. Die technische Auswahl fällt leichter, wenn vorher feststeht, wofür sie gebraucht wird.
Hintergrund
Woher das kommt
Ich verbinde Human Factors, Usability und Kognitionswissenschaft mit Methoden der Figurenentwicklung. Aus der ersten Richtung kommt das Wissen darüber, woran Menschen bei neuen Werkzeugen scheitern, wann sie einem System vertrauen und wann Verantwortung unklar wird. Aus der zweiten kommt das Handwerk, ein Gegenüber zu entwerfen, das über viele Situationen hinweg stimmig bleibt.
Die Frage, wie Kontrolle zwischen Mensch und Maschine übergeben wird, beschäftigt mich auch in meiner Forschung. Sie entscheidet im Betrieb darüber, ob im entscheidenden Moment jemand übernimmt oder alle davon ausgehen, dass die Maschine es schon macht.
Zusammenarbeit
Arbeitsteilung
Ich arbeite an der Schnittstelle zwischen dem Agenten und den Menschen. Entwicklung, Modellauswahl, Anbindung und Betrieb liegen bei Ihren eigenen Teams oder bei spezialisierten Technologiepartnern. Je nach Vorhaben arbeite ich mit Ihren Partnern zusammen oder bringe eigene mit.
Rechtliche, datenschutzrechtliche und sicherheitsbezogene Bewertungen bleiben bei den dafür zuständigen Fachstellen. So bleibt klar, wer wofür verantwortlich ist.
Sprechen wir darüber.
Im ersten Telefonat klären wir, worum es bei Ihrem Vorhaben geht. Passt es, komme ich zu Ihnen ins Haus.
Zum Einstieg, zur Lageklärung und zum Honorar steht alles auf der Seite für Organisationen.